Die wichtigsten Normen und Vorschriften für VDE- und Solar-Prüfungen — verständlich erklärt mit Quellenangabe. Stand: Mai 2026.
Die VDE 0105-100 regelt den Betrieb elektrischer Anlagen und beinhaltet die Anforderungen an wiederkehrende Prüfungen. Sie ist die zentrale Norm für die regelmäßige Sicherheitsüberprüfung bestehender Anlagen.
Prüfintervall Standard: alle 4 Jahre für ortsfeste elektrische Anlagen in Wohngebäuden, bei Betrieben mit erhöhter Gefährdung kürzer (z.B. DGUV V3: 1 Jahr).
Prüfumfang: Sichtprüfung (Besichtigen), Erproben der Funktionen, Messen (Riso, Rpe, Zs, FI-Auslösung, Spannung, Stromaufnahme).
Die VDE 0100-600 definiert die Anforderungen an die Erstprüfung elektrischer Anlagen vor Inbetriebnahme. Pflicht bei Neuinstallationen, Erweiterungen und größeren Änderungen.
Ergänzt durch die DIN VDE 0100-410 (Schutzmaßnahmen) und DIN VDE 0100-540 (Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel — Erdung, Schutzleiter).
Die DGUV V3 (vormals BGV A3) verpflichtet Unternehmen zur regelmäßigen Prüfung aller elektrischen Anlagen und Betriebsmittel durch eine Elektrofachkraft (EFK).
Was wird geprüft?
Verantwortlich: Der Unternehmer/Arbeitgeber. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder, persönliche Haftung und Versicherungsregress im Schadensfall.
Die TRBS 1203 („Befähigte Personen — Allgemeines") definiert, welche Qualifikation eine Person für Prüfungen nach BetrSichV §14 haben muss. Die TRBS 1201 regelt die Prüfung von Arbeitsmitteln nach §14 BetrSichV (inkl. spezifischer Bestimmungen für PV-Anlagen).
Anforderungen an die befähigte Person:
Praxis: Eine zertifizierte Elektrofachkraft (EFK) wie Vlastimil Pospisil erfüllt diese Anforderungen vollständig.
Die BetrSichV regelt den sicheren Betrieb von Arbeitsmitteln. Für elektrische Anlagen sind besonders relevant:
Gefährdungsbeurteilung (§ 3): Pflicht für alle Arbeitgeber. Muss vor Aufnahme der Tätigkeit erfolgen, dokumentiert werden, und bei Änderungen aktualisiert werden.
Das ArbSchG bildet das gesetzliche Fundament des Arbeitsschutzes in Deutschland. Für Elektrofachkräfte und Gefährdungsbeurteilungen sind diese Paragraphen zentral:
Die DIN EN 62446-1 (in Deutschland als VDE 0126-23-1) ist die zentrale Inspektionsnorm für PV-Anlagen. Sie definiert die Mindestanforderungen an Erst- und wiederkehrende Prüfungen sowie die zugehörige Dokumentation.
Prüfumfang nach Abschnitt 6 (Sichtprüfung) und 7 (Messung):
Ergänzungsnorm: DIN EN 62446-2 regelt die wiederkehrende Prüfung im Detail.
Grenzwerte (Auszug): Riso DC ≥ 1,0 MΩ je Pol gegen PE · RPE ≤ 1,0 Ω · FI tA ≤ 400 ms.
Die DIN VDE 0100-712 regelt die Errichtung von Niederspannungsanlagen für PV-Generatoren. Sie ist die Norm-Grundlage für die korrekte Installation und gleichzeitig Maßstab bei der Erst- und wiederkehrenden Prüfung.
Wichtige Vorgaben:
Die DGUV V3 verlangt von gewerblichen PV-Anlagenbetreibern regelmäßige Prüfungen. Der Prüfzeitraum sollte 12 Monate nicht überschreiten (siehe Durchführungsanweisung zu §5 DGUV V3 i.V.m. DIN VDE 0100-712).
Aufgaben des Betreibers (selbst durchzuführen):
Aufgaben der Elektrofachkraft (jährlich/4-jährlich): Komplette Anlagenprüfung nach DIN EN 62446-1 (siehe oben).
Die VDE-AR-N 4105 regelt die Anbindung von Erzeugungsanlagen (Photovoltaik, Balkonkraftwerke, BHKW) an das öffentliche Niederspannungsnetz. Sie ist die zentrale Norm für den NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz).
Praxisrelevant:
Alle Prüfprotokolle der Pospisil Prüf- und Systemtechnik UG werden mit einem kryptografischen SHA-256-Hash versehen. Dieser stellt sicher, dass das Dokument nicht manipuliert werden kann, ohne dass der Hash sich ändert.
Praktischer Nutzen:
Wir beraten Sie kostenlos zu den für Ihre Anlage relevanten Normen — egal ob VDE, Gefährdungsbeurteilung oder Solar.
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